Stuttgart Surge
Pressemitteilung vom 23.08.2025
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Dominante Defense bringt Surge ins ELF-Halbfinale

Die Stuttgart Surge haben das Wild Card Game im heimischen GAZi-Stadion auf der Waldau klar für sich entschieden. Vor stimmungsvoller Kulisse setzte sich das Team von Head Coach Jordan Neuman mit 41:17 gegen die Madrid Bravos durch und zog damit ins Halbfinale der European League of Football ein. Das Ergebnis klingt deutlich, doch die Partie war über weite Strecken emotional, intensiv und hart umkämpft – ein echtes Playoff-Duell.

Gleich im ersten Drive der Bravos wurde klar, dass die Surge-Defense hellwach war:
Reid Sinnett verlor nach massivem Druck den Ball, den Ben Wenzler direkt in die Endzone trug. Allerdings entschieden die Schiedsrichter auf Incomplete Pass – Glück für Madrid. Die Bravos gingen früh ins Risiko, spielten mehrfach den vierten Versuch aus und hielten sich zunächst im Spiel. Doch die Surge-Defensive rund um Alexander Kreß, der Sinnett gleich zu Beginn sacken konnte, setzte die spanische Offensive Line dauerhaft unter Druck.

Auf der anderen Seite begann Stuttgart mit einem laufstarken Drive, in dem Kai Hunter und Tomiwa Oyewo viel Raum gewannen, ehe die Madrider Defense die Offensive der Stuttgarter stoppte. Madrid brachte die ersten Punkte aufs Scoreboard: Nach mehreren ausgespielten vierten Versuchen reichte es nur zu einem Field Goal durch Kicker Álvaro Peñas.

Die Antwort der Surge folgte postwendend: Daniel Pedro returnte den Kickoff tief in die Madrider Hälfte, und Kai Hunter sorgte kurz darauf für den ersten Touchdown der Partie. Stuttgart übernahm die Führung – und legte noch vor der Pause bemerkenswert nach. Erst bediente Reilly Hennessey seinen Receiver Louis Geyer für einen Touchdown, kurz darauf erzwang Defensive Lineman Raphael Zistler einen Fumble von Sinnett. Nur Sekunden später fand Hennessey Mike Harley Jr. für den nächsten Touchdown. Zwei Scores in weniger als 40 Sekunden brachten die Surge mit 21:3 in Führung.

Nach der Halbzeitpause bestimmten die Hausherren weiter das Geschehen. Über das Laufspiel marschierte die Surge-Offense das Feld hinunter, und Hennessey erhöhte selbst auf 28:3. Ein weiteres Highlight setzte erneut Raphael Zistler zu Beginn des vierten Quarters: Er blockte einen Puntversuch der Bravos, Marko Vidackovic nahm den Ball auf und trug ihn direkt in die Endzone – 34:3. Zistler wurde später verdient zum „TV Man of the Match“ gekürt.

Madrid stemmte sich noch einmal gegen die Niederlage. Schließlich fanden Sinnett und Star-Receiver Aaron Cruickshank ihre Verbindung, die zum ersten Touchdown der Gäste führte, nachdem Cruickshank von Raheem Wilson komplett aus dem Spiel genommen wurde in den ersten drei Quartern. Auch ein Onside Kick der Bravos glückte, und Sinnett verkürzte mit einem weiteren Touchdown-Pass auf Sixten Dragan samt Two-Point-Conversion auf 34:17. In dieser Phase wurde es emotional und hitzig auf dem Feld, kleine Rangeleien und Wortgefechte zeigten, wie viel auf dem Spiel stand.
Doch den Schlusspunkt setzte erneut Stuttgart: Kurz vor der Two Minute Warning fing Louis Geyer seinen zweiten Touchdown der Partie – der Endstand von 41:17 war perfekt.

Mit einer geschlossenen Teamleistung, einer dominanten Defense und wichtigen Big Plays in der Offensive sicherte sich die Surge den verdienten Einzug ins Halbfinale.
Head Coach Jordan Neuman nach dem Spiel:
„Wir haben Madrid sehr gut kontrolliert. Unsere Defense hat einen hervorragenden Job gemacht – Coach Pastorino und Coach Brenner haben da einen tollen Job mit ihrer Unit geleistet. Besonders wichtig war heute, dass unsere Defensive Line funktioniert hat, und das hat man über die gesamte Partie gesehen. Mit den ersten zwei Drives waren wir offensiv nicht zufrieden, wir sind zu langsam gestartet. Danach haben wir unseren Rhythmus gefunden und später auch über längere Zeit das Spiel kontrolliert.

Trotzdem müssen wir smarter und entspannter werden – wir hatten zu viele Strafen und sind zu emotional geworden. Daran müssen wir arbeiten. Jetzt geht es gegen München – das ist unser Rivale, wir kennen sie sehr gut. Die kurze Anfahrt wird uns ebenfalls guttun.“